{"id":2054,"date":"2022-03-13T17:23:52","date_gmt":"2022-03-13T16:23:52","guid":{"rendered":"http:\/\/demotickerberlin.blackblogs.org\/?p=2054"},"modified":"2022-03-13T17:23:52","modified_gmt":"2022-03-13T16:23:52","slug":"freiheit-geht-nur-solidarisch-die-normalitaet-ist-die-krise-20-02-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/demotickerberlin.noblogs.org\/?p=2054","title":{"rendered":"Freiheit geht nur solidarisch! Die Normalit\u00e4t ist die Krise! (20.02.2022)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3542\" src=\"https:\/\/asanberlin.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/864\/2022\/03\/b2003.jpg\" alt=\"\" width=\"4096\" height=\"2908\" \/><\/p>\n<p><strong>+++ Sonntag 20.03.2022 +++<\/strong><\/p>\n<p>wir berichten am Sonntag <a class=\"css-4rbku5 css-18t94o4 css-901oao css-16my406 r-1cvl2hr r-1loqt21 r-poiln3 r-bcqeeo r-qvutc0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/b2003?src=hashtag_click\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">#b2003<\/a>&nbsp;<strong>ab 14:00 Uhr<\/strong>&nbsp;von der Kundgebung<\/p>\n<p><strong>\u201eFreiheit geht nur solidarisch! Die Normalit\u00e4t ist die Krise! \u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sonntag 20.03.2022 | 14:00 Uhr | Mehringplatz 10961 Berlin<\/strong><\/p>\n<div class=\"entry-content\">\n<p><strong>Anreise: U-BHf Hallesches Tor U1, U3, U6, Bus 248, M41<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p><span class=\"r-18u37iz\">Web-Ticker:&nbsp;<a href=\"https:\/\/berlin.demoticker.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/berlin.demoticker.org<\/a><br \/>\nMastodon:&nbsp;<a href=\"https:\/\/todon.eu\/@Demo_Ticker_Berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">@Demo_Ticker_Berlin@todon.eu<\/a><br \/>\nTelegram Ticker:&nbsp;<a href=\"https:\/\/t.me\/demotickerberlin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/t.me\/demotickerberlin<\/a><br \/>\n<strong>\ud83c\udd95 Telegram Ticker English<\/strong>:&nbsp;<a href=\"https:\/\/t.me\/demotickerEng\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/t.me\/demotickerEng<\/a><br \/>\nTwitter Accounts: \ud83d\udce2<a href=\"https:\/\/twitter.com\/demo_ticker\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">@demo_ticker<\/a>&nbsp;[<a href=\"https:\/\/twitter.com\/HeringMahara\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\ud83d\udfe3@HeringMahara<\/a>]<br \/>\nTwitter Hashtags: <a class=\"css-4rbku5 css-18t94o4 css-901oao css-16my406 r-1cvl2hr r-1loqt21 r-poiln3 r-bcqeeo r-qvutc0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/b2003?src=hashtag_click\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">#b2003<\/a><\/span><\/p>\n<div class=\"entry-content\">\n<p><strong>\ud83d\uddfa\ufe0f&nbsp;Voraussichtliche Route:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Hallesches Tor \/ Mehringplatz<\/li>\n<li>Hallesches Ufer<\/li>\n<li>Mehringdamm<\/li>\n<li>Bergmannstra\u00dfe<\/li>\n<li>Zossener Stra\u00dfe<\/li>\n<li>Gneisenaustra\u00dfe<\/li>\n<li>Baerwaldstra\u00dfe<\/li>\n<li>Carl-Herz-Ufer\/Baerwaldstra\u00dfe<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p><em>\u2014 english version below \u2014<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"entry-content\">\n<p><strong>Gesundheit ist Klassenfrage! Die Normalit\u00e4t ist die Krise!<\/strong><\/p>\n<p>Am 20.03.2022 ist es soweit: In der laufende Pandemie soll der endemischen Zustand ausgerufen werden, ab dann enden viele Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung von SARS-CoV19.&nbsp;Dann soll die R\u00fcckkehr in die alte Normalit\u00e4t, die alte \u201cFreiheit\u201d wieder beginnen. Wenn Politiker*innen und Verschw\u00f6rungsgl\u00e4ubige zusammen das Ende der Pandemie feiern, wollen wir ein Sammelpunkt f\u00fcr die Stimmen sein, die allzu h\u00e4ufig untergegangen sind im Geschrei von Staat und \u201cQuerdenken\u201d. Wir nehmen uns die Freiheit, zwei Dinge zu sagen: Dass die Pandemie eine reale, globale Gefahr ist \u2013 und dass Menschen, deren Lebensverh\u00e4ltnisse schon davor prek\u00e4r waren, am h\u00e4rtesten von der Pandemie und den Ma\u00dfnahmen betroffen waren. Wir wollen auf die Stra\u00dfe gehen f\u00fcr alle, die gegen die Pandemie gearbeitet haben, die sich eingeschr\u00e4nkt haben. F\u00fcr alle, die nicht auf den Staat vertraut haben bei der Virusbek\u00e4mpfung, und die auch nicht den Querdenken-Gurus gefolgt sind.&nbsp;<\/p>\n<p>Zwei Jahre Coronapandemie haben Millionen Menschen weltweit das Leben gekostet, Millionen Menschen haben ihre Angeh\u00f6rigen, ihre Freund*innen verloren. Unz\u00e4hlige Menschen haben mit den Nachwirkungen einer Krankheit zu k\u00e4mpfen, die noch nicht vollst\u00e4ndig erforscht ist. Wie viele Menschen lebenslang mit gesundheitlichen Folgen etwa von verschobenen Operationen zu leiden haben, bleibt unklar.<\/p>\n<p>Einen Tag festzulegen, der rhetorisch als das Ende der Pandemie verkauft wird ist absurd und fern von jeder Realit\u00e4t. Zur Farce verkommt das Ganze, wenn man bedenkt, dass viele Faktoren die die Pandemie in ihrer Heftigkeit mit verursacht haben, vor und w\u00e4hrend der Krise politische Entscheidungen waren.&nbsp;<br \/>\nSo zum Beispiel die Neoliberalisierung des Gesundheitssektors<em>,&nbsp;<\/em>die Privatisierung von Krankenh\u00e4usern, die diese dazu zwingt profitorientiert zu arbeiten, die f\u00fcr schlechte Bezahlung, Stellenabbau und mangelnde Ausr\u00fcstung verantwortlich ist. Dies hat daf\u00fcr gesorgt, dass das Virus auf ein marodes Gesundheitssystem getroffen ist.&nbsp;Anstatt diesen Irrsinn zur\u00fcckzudrehen gab es Durchhalteparolen, mal mehr mal weniger l\u00e4cherliche Boni f\u00fcr das Pflegepersonal. Am \u201eEnde\u201c der Pandemie steht das Gesundheitssystem schlechter da als vorher. Viele Besch\u00e4ftigte sind st\u00e4ndig \u00fcber ihre Grenzen gegangen, frustriert und ausgebrannt. Die Impfstoffe, f\u00fcr viele die Hoffnung auf das Ende der Pandemie, sollten durch ihren Schutz vor schweren Krankheitsverl\u00e4ufen nicht nur die Geimpften selbst vor der Krankheit sch\u00fctzen und die Krankenh\u00e4user durch die seltener auftretenden schweren Krankheitsverl\u00e4ufe entlasten.H\u00f6here Infektionszahlen k\u00f6nnen das Gesundheitssystem schnell wieder an seine Grenzen bringen.&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend viele \u00e4rmere L\u00e4nder schon von Beginn an eine Patentfreigabe von Medikamenten und Impfstoffen oder wenigstens den Aufbau entsprechender Produktionsinfrastruktur fordern, um das Virus weltweit gleicherma\u00dfen bek\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen, weigern sich die Pharmakonzerne und einige Industrienationen, allen voran Deutschland, eine Patentfreigabe zu unterst\u00fctzen. So wird die globale Bek\u00e4mpfung des Virus stark erschwert und der Boden bereitet f\u00fcr immer neue Virusmutationen.<\/p>\n<p>Zwei Jahre Pandemie haben also auch verdeutlicht, dass selbst in einer globalen gesundheitlichen Krise, Gewinne \u00fcber Gesundheit und letztendlich Menschenleben stehen.&nbsp;<\/p>\n<p>Zwei Jahre Corona-Pandemie bedeuten auch, dass wir heftige Einschnitte in unser Sozialleben hinnehmen mussten. Familienzusammenk\u00fcnfte, Treffen mit Freunden, Parties, Hobbies, all die sch\u00f6nen Dinge die den oft tristen Alltag sch\u00f6n machen, wurden drastisch reduziert. Alle Kontaktbeschr\u00e4nkungen, die die Ausbreitung des Virus verhindern oder zumindest verlangsamen sollten wurden auf den privaten Bereich verlagert. F\u00fcr viele von uns hie\u00df das also: Freizeit-Lockdown und \u201eCorona-Party\u201c auf der Arbeit. Schutzma\u00dfnahmen in Betrieben und die Bereitstellung von bspw. Masken wurden kaum kontrolliert, die Bahnen zu Pendelzeiten genauso voll wie vorher, volle Betriebe und zum Feierabend dann der Verzicht auf Kneipe, Kino, Sport alle anderen sozialen Zusammenk\u00fcnfte. Ein verpflichtendes Home-Office Angebot lie\u00df ewig auf sich warten und ist f\u00fcr viele Berufe auch gar nicht durchsetzbar. F\u00fcr diejenigen im Home-Office bedeutete das aber auch h\u00e4ufig kaum Entspannung. Beengte Wohnverh\u00e4ltnisse und die Doppelbelastung durch Kinderbetreuung bei Familien mit Kindern, der Versuch die eigenen Kinder halbwegs sicher durch die Pandemie zu bringen. Doch anstatt auf den psychischen und k\u00f6rperlichen Stress der Menschen R\u00fccksicht zu nehmen und die Arbeitszeiten zu reduzieren, wurden die Schulen und Kitas wieder aufgemacht, nachdem zwei Jahre verstrichen sind, ohne dass es ein sinnvolles Konzept zum Schutz der Kinder entstanden ist. Die Durchseuchung der Kinder und Sch\u00fcler*innen wurde willentlich in Kauf genommen, um die Arbeitskraft der Eltern weiter aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<p>Das in dieser Zeit vor allem Frauen* dieser Doppelbelastung zwischen Arbeit und Haushalt\/Kindesbetreuung ausgesetzt waren ist dabei die logische Konsequenz einer gesellschaftlichen Realit\u00e4t, die Sorgearbeit abwertet und alleine auf FLINTA abw\u00e4lzt.<\/p>\n<p>Doch als w\u00e4ren unzureichender Gesundheitsschutz, Doppelbelastung und fehlendes Sozialleben nicht genug: viele Menschen in kleinen Betrieben und vor allem im Kulturbereich haben ihren Job in der Pandemie verloren und konnten auf keine gro\u00dfz\u00fcgigen Hilfen von Seiten des Staates z\u00e4hlen. Wiederum andere mussten mit Lohneinbu\u00dfen und Kurzarbeitsgeld leben, w\u00e4hrend Gro\u00dfkonzerne wie Daimler, die mit Milliardenhilfen vom Staat zur Aufrechterhaltung der Produktion und Sicherung der Arbeitspl\u00e4tze unterst\u00fctzt wurden, ihren Aktion\u00e4r*innen millionenschwere Dividenden auszahlten. Auf der einen Seite konnten einige also ihr Verm\u00f6gen w\u00e4hrend der Pandemie noch weiter anh\u00e4ufen, w\u00e4hrend viele andere dem Existenzminimum noch ein St\u00fcck n\u00e4hergekommen sind. Zu den Profiteur*innen z\u00e4hlen auch die Wohnungskonzerne, die weiter horrende Mieten einstreichen konnten, ohne davon auch nur ansatzweise von staatlicher Seite gema\u00dfregelt zu werden. Dabei war klar, dass die Corona-Pandemie f\u00fcr viele Menschen auch eine finanzielle Verschlechterung ihrer Lage bedeutet hat. Zwangsr\u00e4umungen werden sp\u00e4testens nach der Pandemie wieder zu ihrem Normalwert ansteigen, denn der K\u00fcndigungsschutz bei Mietr\u00fcckst\u00e4nden, den die Regierung angesichts der Krise verh\u00e4ngt hatte, ist bereits im Sommer 2020 ausgelaufen.&nbsp;Die staatliche Pandemieverwaltung der letzten zwei Jahre hat \u00fcberdeutlich klargemacht, um was es ihr geht. Die Gesundheit der Menschen ist nur so lange von Interesse, wie damit der Schutz von Produktion und Profiten einhergeht. Wenn dieser Staat jetzt von \u201eFreiheit\u201c spricht ist damit vor allem gemeint, dass jetzt endlich wieder alle Einschr\u00e4nkungen fallen k\u00f6nnen, die der Produktion und der Schaffung von Profiten im Weg gestanden haben. Diesen Staat interessiert eine wirkliche Freiheit genauso wenig wie selbsternannte \u201eQuerdenker\u201c. Letztere haben keine gesellschaftliche Vorstellung von Freiheit, sondern vor allem eine individuelle, die meint, dass Freiheit das Recht des Individuums ist alles tun und lassen zu k\u00f6nnen was ihm*ihr einen Vorteil bzw. einen Nutzen bringt auch wenn dies zum Nachteil gegen\u00fcber anderen geschieht. Weder Staat noch sog. \u201eQuerdenker\u201c halten viel von gegenseitiger Verantwortung und R\u00fccksichtnahme.&nbsp;<\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu, hei\u00dft die Freiheit, die wir meinen nicht: Freiheit endlich wieder shoppen zu gehen und uns in Vollzeit ausbeuten zu lassen. Freiheit bedeutet f\u00fcr uns ein solidarisches und gerechtes Miteinander, bedeutet, dass unsere Gesundheit nicht irgendeinem Profitstreben untergeordnet ist. Die Pandemie hat gezeigt, wie sehr wir von einander abh\u00e4ngig sind. Dass die Gesellschaft auf Krisen reagiert, indem schon bestehende Ungleichheiten verst\u00e4rkt werden. Wenn jetzt die Freiheit gefeiert wird, endlich wieder nur auf sich selbst gucken zu m\u00fcssen, feiern wir nicht mit! Wir kommen nur zusammen aus der Misere heraus, wenn wir gemeinsam f\u00fcr eine gerechte Welt k\u00e4mpfen. F\u00fcr eine Welt, die nicht entlang Profit und Kapital organisiert ist. Wir wollen den sog. \u201eFreedom Day\u201c als Anlass nehmen unsere Vorstellung von Freiheit nach au\u00dfen zu tragen! Freiheit geht nur solidarisch!<\/p>\n<p><strong>Kommt alle zur Demo am 20. 3.2022 um 14 Uhr am Mehringplatz (U Hallesches Tor) um gemeinsam zu zeigen, da\u00df Freiheit nur solidarisch geht!&nbsp;Gesundheit ist Klassenfrage! Die Normalit\u00e4t ist die Krise! Gemeinsam gegen neoliberale Krisenverwaltung.&nbsp;<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>No Freedom without&nbsp;solidarity!<br \/>\nHealth remains a class issue! Normality is the&nbsp;crisis!<\/strong><\/p>\n<p>On March 20th, during the ongoing pandemic the endemic condition is to be proclaimed, from then many measures for the containment of SARS-CoV19 will&nbsp;end.&nbsp;The return to the old normality, the old \u201efreedom\u201c shall begin again. As politicians and conspiracy believers celebrate the end of the pandemic together,&nbsp;<strong>we want to be a rallying point for the voices that are too often drowned out in the clamor of state and conspiracy ideologists<\/strong>. We take the liberty of saying two things: that the pandemic is a real, global danger \u2013 and that people whose living conditions were already precarious before it were hit hardest by the pandemic and the measures taken. We want to take to the streets for all those who have worked against the pandemic, who have restricted themselves. For all those who did not trust in the state to fight the virus, and who also did not follow the \u201eQuerdenken\u201c gurus.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Two years of the corona pandemic have cost the lives of millions of people worldwide, millions of people have lost their loved ones, their friend<\/strong>s. Countless people are struggling with the after-effects of a disease that has not yet been fully researched. How many people have to suffer lifelong health consequences, for example from postponed surgeries, remains unclear.<br \/>\nSetting a date that is rhetorically sold as the end of the pandemic is absurd and far from reality. The whole thing becomes farcical when one considers that many of the factors that contributed to the severity of the pandemic were political decisions made before and during the crisis.<\/p>\n<p>For example, the&nbsp;<strong>neoliberalization of the health sector, the privatization of hospitals, forcing them to operate in a profit-oriented manner, responsible for poor pay, job cuts and lack of equipment<\/strong>. This has ensured that the virus has hit an ailing health care system.&nbsp;Instead of rolling back this insanity, there were holdouts, sometimes more sometimes less ridiculous bonuses for the nursing staff. At the \u201eend\u201c of the pandemic, the health care system is worse off than before. Many employees are constantly stretched beyond their limits, frustrated and burned out. The vaccines, for many the hope for the end of the pandemic, were supposed to protect not only the vaccinated themselves from the disease through their protection against severe courses of the disease, and to relieve the hospitals through the less frequent occurrence of severe courses of the disease.&nbsp;Higher numbers of infections can quickly bring the health system back to its limits.&nbsp;<\/p>\n<p>While many poorer countries have been calling for a patent release of drugs and vaccines or at least the establishment of the corresponding production infrastructure from the very beginning, in order to be able to fight the virus equally worldwide, the pharmaceutical companies and some industrialized nations, above all Germany, refuse to support a patent release. This makes the global fight against the virus much more difficult and paves the way for more new virus mutations.<\/p>\n<p><strong>Two years of pandemic have also made clear that even in a global health crisis, profits take precedence over health and ultimately human lives.&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>That especially women* were exposed to this double burden between work and household\/childcare is the logical consequence of a social reality that devalues care work and shifts it to FLINTA alone.<\/strong><\/p>\n<p>But as if inadequate health protection, double burden and lack of social life were not enough: many people in small businesses and especially in the cultural sector lost their jobs in the pandemic and could not count on generous assistance from the state. Still others had to live with wage losses and reduced working hours, while large corporations like Daimler, which were supported by billions in aid from the state to maintain production and secure jobs, paid out dividends worth millions to their shareholders.&nbsp;<strong>On the one hand, some were able to accumulate even more wealth during the pandemic, while many others came even closer to the subsistence level.<\/strong>&nbsp;Among the profiteers were the housing corporations, which continued to collect horrendous rents without even the slightest reprimand from the state. It was clear that the Corona pandemic also meant a financial deterioration of their situation for many people. Forced evictions will return to their normal levels after the pandemic at the latest, because the protection against termination in the case of rent arrears, which the government had imposed in view of the crisis, has already expired in the summer of 2020.&nbsp;The government\u2019s pandemic administration over the past two years has made it abundantly clear what it is all about.&nbsp;<strong>People\u2019s health is only of interest as long as it goes hand in hand with the protection of production and profits. When this state now speaks of \u201efreedom,\u201c it means above all that all restrictions that have stood in the way of production and the creation of profits can now finally be removed.&nbsp;<\/strong>This state is just as little interested in real freedom as self-proclaimed \u201elateral thinkers\u201c. The latter do not have a social conception of freedom, but above all an individual one, which means that freedom is the right of the individual to do anything that brings him\/her an advantage even if this happens to the disadvantage of others. Neither the state nor so-called \u201elateral thinkers\u201c think much of mutual responsibility and consideration.&nbsp;<\/p>\n<p>In contrast, the freedom we mean is not: freedom to finally go shopping again and to let ourselves be exploited full time.&nbsp;<strong>For us, freedom means living together in solidarity and justice, it means that our health is not subordinated to some profit motive. The pandemic has shown how much we depend on each other. That society responds to crises by reinforcing already existing inequalities.<\/strong>&nbsp;If people are now celebrating the freedom to finally look out for themselves again, we will not join the party!&nbsp;We will only get out of the misery if we fight together for a different&nbsp;world. For a world that is not organized along profit and capital.<\/p>\n<p><strong>We want to take the so-called \u201eFreedom Day\u201c as an occasion to take our idea of freedom to the streets! Freedom is only possible in solidarity!<\/strong><\/p>\n<p>C<strong>ome to the demo on 20.3.2022 at 14 o\u2019clock at Mehringplatz (U Hallesches Tor) to show together that freedom only works in solidarity!&nbsp;Health is a class issue! Normality is the crisis! Together against neoliberal crisis management.&nbsp;<\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>+++ Sonntag 20.03.2022 +++ wir berichten am Sonntag #b2003&nbsp;ab 14:00 Uhr&nbsp;von der Kundgebung \u201eFreiheit geht nur solidarisch! Die Normalit\u00e4t ist die Krise! \u201c Sonntag 20.03.2022 | 14:00 Uhr | Mehringplatz 10961 Berlin Anreise: U-BHf Hallesches Tor U1, U3, U6, Bus 248, M41 Web-Ticker:&nbsp;https:\/\/berlin.demoticker.org Mastodon:&nbsp;@Demo_Ticker_Berlin@todon.eu Telegram Ticker:&nbsp;https:\/\/t.me\/demotickerberlin \ud83c\udd95 Telegram Ticker English:&nbsp;https:\/\/t.me\/demotickerEng Twitter Accounts: \ud83d\udce2@demo_ticker&nbsp;[\ud83d\udfe3@HeringMahara] Twitter Hashtags: &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/demotickerberlin.noblogs.org\/?p=2054\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eFreiheit geht nur solidarisch! Die Normalit\u00e4t ist die Krise! 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