{"id":3100,"date":"2023-07-18T18:42:29","date_gmt":"2023-07-18T16:42:29","guid":{"rendered":"https:\/\/demotickerberlin.noblogs.org\/?p=3100"},"modified":"2023-07-18T18:42:29","modified_gmt":"2023-07-18T16:42:29","slug":"the-internationalist-queer-pride-for-liberation-22-07-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/demotickerberlin.noblogs.org\/?p=3100","title":{"rendered":"THE INTERNATIONALIST QUEER PRIDE FOR LIBERATION! (22.07.2023)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5907\" src=\"https:\/\/asanb.noblogs.org\/files\/2023\/07\/b2207_1_1-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2048\" height=\"2560\" \/><\/p>\n<p><strong>\ud83d\udca5Samstag 22<\/strong><strong>.07.2023\ud83d\udca5<\/strong><\/p>\n<p>wir berichten am Samstag <a class=\"css-4rbku5 css-18t94o4 css-901oao css-16my406 r-1cvl2hr r-1loqt21 r-poiln3 r-b88u0q r-bcqeeo r-qvutc0\" dir=\"ltr\" role=\"link\" href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/b2207?src=hashtag_click\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">#b2207<\/a>\u00a0<strong>ab 17:00 Uhr<\/strong>\u00a0von der Demonstration<\/p>\n<p><strong>\ud83d\udd25THE INTERNATIONALIST QUEER PRIDE FOR LIBERATION!\ud83d\udd25<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Samstag, 22.07.2023 | 17:00 Uhr | Hermannplatz 10967 Berlin<\/strong><\/p>\n<p><strong>Anreise: U7, U8, Bus M29, M41, 171, 194 Hermannplatz<\/strong><\/p>\n<p>Web-Ticker:\u00a0<a href=\"https:\/\/berlin.demoticker.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/berlin.demoticker.org<\/a><br \/>\nMastodon:\u00a0<a href=\"https:\/\/todon.eu\/@Demo_Ticker_Berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">@Demo_Ticker_Berlin@todon.eu<\/a><br \/>\nTelegram Ticker:\u00a0<a href=\"https:\/\/t.me\/demotickerberlin\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/t.me\/demotickerberlin<\/a><br \/>\n\u26a0\ufe0fTelegram Ticker English:\u00a0<strong>Offline!<\/strong><br \/>\n\u26a0\ufe0fTwitter Ticker:\u00a0<strong>Offline!<\/strong><br \/>\nHashtags: <a class=\"css-4rbku5 css-18t94o4 css-901oao css-16my406 r-1cvl2hr r-1loqt21 r-poiln3 r-b88u0q r-bcqeeo r-qvutc0\" dir=\"ltr\" role=\"link\" href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/b2207?src=hashtag_click\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">#b2207<\/a>\u00a0<a class=\"css-4rbku5 css-18t94o4 css-901oao css-16my406 r-1cvl2hr r-1loqt21 r-poiln3 r-b88u0q r-bcqeeo r-1ny4l3l r-1ddef8g r-tjvw6i r-qvutc0\" dir=\"ltr\" role=\"link\" href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/iqpb2023?src=hashtag_click\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">#iqpb2023<\/a><\/p>\n<p>\ud83d\udce3 \u00a0<strong data-entity-type=\"MessageEntityBold\">Aufruf <a href=\"https:\/\/iqpberlin.org\/en\/political-paper\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">English<\/a> &#8211; <a href=\"https:\/\/iqpberlin.org\/fr\/manifeste\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fran\u00e7ais<\/a> &#8211; <a href=\"https:\/\/iqpberlin.org\/en\/political-paper\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Espa\u00f1ol<\/a> &#8211; <a href=\"https:\/\/iqpberlin.org\/uk\/%d0%bc%d0%b0%d0%bd%d1%96%d1%84%d0%b5%d1%81%d1%82\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u0420\u0443\u0441\u0441\u043a\u0438\u0439<\/a> &#8211; <a href=\"https:\/\/iqpberlin.org\/uk\/%d0%bc%d0%b0%d0%bd%d1%96%d1%84%d0%b5%d1%81%d1%82\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u0423\u043a\u0440\u0430\u0457\u043d\u0441\u044c\u043a\u0430<\/a> &#8211; <a href=\"https:\/\/iqpberlin.org\/de\/politisches-manifest\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutsch<\/a> &#8211;\u00a0 <a href=\"https:\/\/iqpberlin.org\/ar\/%d8%a7%d9%84%d9%88%d8%b1%d9%82%d8%a9-%d8%a7%d9%84%d8%b3%d9%8a%d8%a7%d8%b3%d9%8a%d8%a9\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u0639\u0631\u0628\u064a<\/a> &#8211;\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\ud83d\uddfa\ufe0f Voraussichtliche Route:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Hermannplatz<\/li>\n<li>Kottbusser Damm<\/li>\n<li>Kottbusser Tor<\/li>\n<li>Adalbertstra\u00dfe<\/li>\n<li>Oranienstra\u00dfe<\/li>\n<li>Oranienplatz<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>POLITISCHES MANIFEST<\/strong><\/p>\n<p><strong>Unsere Internationalistische Queer Pride for Liberation ist kein Rave!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sie ist ein Kampf!<\/strong><\/p>\n<p>Wir sind ein Netzwerk von queeren und trans* Gruppen und Individuen, die durch dasselbe Ziel verbunden sind: eine transformierte Welt, in der wir alle frei von jeglicher systematischer Unterdr\u00fcckung und Diskriminierung leben; in der unsere Sexualit\u00e4ten frei gelebt und erkundet werden k\u00f6nnen; in der unsere Identit\u00e4ten selbstbestimmt sind; in der unsere K\u00f6rper \u2013 und alle K\u00f6rper \u2013 frei sind: Frei zu sein, sich frei zu entscheiden, sich frei zu bewegen; in der wir uns umeinander k\u00fcmmern; in der es keine Grenzen, keine Waffen, keine Bullen gibt; in der sich alles um unser Wohlergehen und um das Wohlergehen von Tieren und der Umwelt organisiert. Wir alle tragen durch unsere t\u00e4glichen K\u00e4mpfe zur Vision dieser revolution\u00e4ren Welt bei.<\/p>\n<p>Getragen von dieser Vision kommen wir zusammen, um die Internationalistische Queer Pride for Liberation zu organisieren, einen revolution\u00e4ren, queer\/trans-gef\u00fchrten Protest, bei dem wir unsere K\u00f6rper, unsere Stimmen und unsere K\u00e4mpfe auf die Stra\u00dfe tragen, um gemeinsam solidarisch zu k\u00e4mpfen, uns kollektiv zu empowern und f\u00fcr unsere Rechte zu streiten.<\/p>\n<p>Queere Befreiung kann nur durch eine revolution\u00e4re Politik erreicht werden: durch rebellische Existenzen, die die Gewalt von Geschlechterbinarit\u00e4t, normative K\u00f6rper- und Sexualpolitiken, koloniale Unterdr\u00fcckung, die Kriminalisierung von Sexarbeiter*innen und die st\u00e4ndige \u00f6kologische Krise herausfordert; eine Politik, die von antikolonialen und antikapitalistischen Perspektiven ausgeht.<\/p>\n<p>Unsere Queerness wendet sich gegen die Konzentration von Macht und Reichtum in den H\u00e4nden einiger weniger, die weiterhin von jahrhundertelanger Ausbeutung, Genoziden, Kriegen und allen Formen des Kolonialismus profitieren. Durch unsere Queerness erfinden wir Alternativen und neue Definitionen, um gemeinsam zu leben, zu lieben und uns zu organisieren. Im Angesicht von Krieg und Faschismus sind wir fest entschlossen kollektiv zu widerstehen und miteinander zu wachsen, vereint in revolution\u00e4rer Liebe und Solidarit\u00e4t. Wir stehen zusammen, um zu sagen: \u201eKeine*r von uns ist frei, bis wir alle frei sind!\u201c<\/p>\n<p><strong>Queere Befreiung ist internationalistisch<\/strong><\/p>\n<p>Wir sind uns bewusst, dass die Tatsache, dass wir uns im Zentrum der imperialistischen Macht befinden, mit der Verantwortung einhergeht, Ver\u00e4nderungen und Wandel sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene zu bewirken und aktuelle Widerstandsk\u00e4mpfe zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen Gerechtigkeit und Reparationen f\u00fcr die Sch\u00e4den fordern, die Europa \u2013 und heute die EU \u2013 den L\u00e4ndern der globalen Mehrheit zugef\u00fcgt haben.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen gegen die Strukturen hier in Deutschland k\u00e4mpfen, die von der Ausbeutung oder der Manipulation anderer L\u00e4nder profitieren.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen solidarisch sein mit indigenen Gemeinschaften auf der ganzen Welt, die Reparationen und ihre Selbstbestimmung fordern.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen unsere Unterst\u00fctzung f\u00fcr die K\u00e4mpfe derjenigen bekr\u00e4ftigen, die die Auswirkungen der anhaltenden europ\u00e4ischen Kolonialherrschaft zu sp\u00fcren bekommen.<\/p>\n<p>Wir sind und bleiben solidarisch mit den K\u00e4mpfen f\u00fcr Befreiung, Freiheit und Gerechtigkeit in der ganzen Welt. Abya Yala, Turtle Island, Iran, Peru, Westsahara, Pal\u00e4stina, Kurdistan, Darfur, die Syrische Revolution, Aotearoa, Tamil Eelam, Kaschmir, West Papua, die Aboriginal Peoples of Australia, die Amazigh, die Mapuche, die Uigur*innen und alle Menschen, die sich gegen anhaltende koloniale Gewalt wehren. Wir wenden uns entschieden gegen die st\u00e4ndigen Versuche, die anhaltenden Kolonialverbrechen durch Pink- und Whitewashing zu besch\u00f6nigen, und wehren uns gegen die Unterdr\u00fcckung unserer Stimmen in Deutschland.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir den grausamen Krieg gegen die Ukraine verurteilen und in voller Solidarit\u00e4t mit den Menschen in der Ukraine stehen, ist es uns wichtig, die Heuchelei und die Doppelmoral in der scheinbaren Solidarit\u00e4t westlicher L\u00e4nder anzuprangern. Nicht nur in Bezug auf andere Kriege und Ungerechtigkeiten, sondern auch in Bezug auf die rassistische Diskriminierung von BIPoC und von fl\u00fcchtenden Menschen aus Drittl\u00e4ndern, die dem Krieg in der Ukraine zu entkommen versuchen. Dies ist eine weitere Episode in der andauernden Gewalt gegen BIPoC-Communities, die wir t\u00e4glich erleben: von den afghanischen Gefl\u00fcchteten an der belarussisch-polnischen Grenze bis zu den Menschen, die im Mittelmeer ertrinken oder von den libyschen S\u00f6ldner*innen und der von der EU finanzierten Frontex in den Tod getrieben werden.<\/p>\n<p><strong>Queer- und Trans*feminismus stehen im Zentrum unseres Befreiungskampfes<\/strong><\/p>\n<p>Wir prangern das Patriarchat, Hetero-Cis-Endo-Normativit\u00e4t und deren Verwobenheit mit anderen unterdr\u00fcckerischen Systemen in all ihren Erscheinungsformen an: Homo-\/Trans*feindlichkeit, pinker Kapitalismus, Trans*\/Misogynoir und Femo-\/Homonationalismus.<\/p>\n<p>Wir sehen das Patriarchat und Cis-Hetero-Endo-Normativit\u00e4t als treibende Kr\u00e4fte des Kolonialismus und des Kapitalismus, und deshalb ist es wichtig, diese Systeme in all ihren Verwobenheiten zu erkennen und zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Trans*exkludierende Positionen und rechte Gruppierungen weltweit sch\u00fcren zunehmend antifeministischen, homo-, inter- und trans*feindlichen Hass. Wir bekr\u00e4ftigen unseren Widerstand gegen diese Str\u00f6mungen.<\/p>\n<p>Vor allem trans* Femmes und trans* Frauen sind oft das Ziel von Ausgrenzung, Gewalt und Femiziden, da sie selbst in R\u00e4umen, die angeblich \u201esicherer\u201c sind, verunglimpft und marginalisiert werden. Trans*misogynie ist t\u00f6dlich, und jedes Jahr m\u00fcssen wir wieder trans* Schwestern betrauern, die von einem trans*misogynen, klassistischen und rassistischen System get\u00f6tet werden, wie Ella Bayan erst k\u00fcrzlich hier in Berlin. Wir fordern eine respektvolle Behandlung durch alle Institutionen und ein bedingungsloses Recht auf Selbstbestimmung f\u00fcr alle trans* Menschen, unabh\u00e4ngig von ihrem Aufenthaltsstatus, ihrem Geschlechtsaudruck oder ihrem sozialen Hintergrund.<\/p>\n<p>Wir fordern den sofortigen Schutz von inter* Personen vor allen nicht-einwilligungsf\u00e4higen, nicht medizinisch notwendigen Operationen mit dem Ziel, ihre K\u00f6rper auf gewaltvolle Weise in die Zweigeschlechternorm zu zw\u00e4ngen. Wir fordern ein Recht auf k\u00f6rperlich-geschlechtliche Selbstbestimmung. Inter* K\u00f6rper m\u00fcssen nicht \u201ein Ordnung gebracht\u201c werden. Wir sehen das Trauma, das inter* Menschen durch diese Operationen, sowie durch die Verletzung ihrer k\u00f6rperlichen Autonomie und ihres Rechts auf Selbstbestimmung erfahren haben. Wir fordern deshalb Wiedergutmachungen f\u00fcr \u00dcberlebende dieser nicht einvernehmlichen Eingriffe. Inter* Menschen m\u00fcssen zudem uneingeschr\u00e4nkten Zugang zu korrekten Ausweispapieren erhalten, ihr Recht auf Elternschaft und Adoption einl\u00f6sen k\u00f6nnen, Zugang zu unvoreingenommener Gesundheitsversorgung erhalten, sowie Zugang zu Bildung und Arbeit ohne Angst vor Bel\u00e4stigung und Diskriminierung haben.<\/p>\n<p>Wir sind solidarisch mit allen Sexarbeiter*innen, von denen viele trans*, queer, migrantisiert, Alleinversorger*innen und\/oder BIPoC sind oder be_hindert werden, in ihrem Kampf gegen Stigmatisierung und gegen Gesetze, die ihre Arbeit unsicher machen und sie in die Illegalit\u00e4t zwingen. Wir fordern die Entkriminalisierung von Sexarbeit und die Entkriminalisierung von Migration, denn dies sind die einzigen Modelle, die Sexarbeiter*innen tats\u00e4chlich sch\u00fctzen und st\u00e4rken. There are no bad whores, only bad laws!<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus verurteilen wir die Instrumentalisierung von queeren Rechten und Identit\u00e4ten, um Pinkwashing zu betreiben und nationale\/koloniale Projekte zu legitimieren. Wir wollen keine Ehe f\u00fcr Alle, wir wollen die Abschaffung des\u00a0wei\u00dfen,\u00a0kapitalistischen Heteropatriarchats und all seiner Institutionen!<\/p>\n<p>Die deutsche Regierung und die Europ\u00e4ische Union benutzen unsere Rechte f\u00fcr ihre politische und wirtschaftliche Agenda. Sie prangern Gewalt gegen unsere Communities \u2013 die sie in vielen anderen Kontexten durch die politische R\u00fcckendeckung von homo\/trans*feindlichen und antifeministischen Regimen unterst\u00fctzen und erm\u00f6glichen \u2013 nur an, wenn es ihren Interessen dient. Unsere Rechte und unser Leben sind kein Spielball der deutschen Au\u00dfenpolitik, und wir fordern, dass Deutschland und die EU aufh\u00f6ren, Regime zu unterst\u00fctzen, die unsere Existenz bedrohen.<\/p>\n<p><strong>Klimagerechtigkeit ist queere Gerechtigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Unsere Umwelt wurde genauso ausgebeutet und unterdr\u00fcckt wie unsere K\u00f6rper, unsere Existenzen und unser Begehren. Klimagerechtigkeit kann nur mit der Erkenntnis beginnen, dass der Klimanotstand, in dem wir uns befinden, die Folge von 500+ Jahren Kolonialismus und extraktivistischer Politik in den L\u00e4ndern der globalen Mehrheit ist.<\/p>\n<p>Die Klimakrise und der Kolonialismus sind eng miteinander verflochtene sozio-\u00f6kologische Probleme: Sie manifestieren sich in Genoziden und der Zwangsvertreibung lokaler Gemeinschaften, der Pl\u00fcnderung nat\u00fcrlicher Ressourcen, der Ausl\u00f6schung lokalen Wissens, der Zerst\u00f6rung von \u00d6kosystemen, der Ausbeutung von Menschen durch Niedriglohnarbeit, der Ausbeutung anderer Lebewesen und der Verschmutzung von Land, Luft und Wasser.<\/p>\n<p>Deshalb m\u00fcssen wir die westlichen bourgeoisen Narrative \u00fcberwinden, die eine 1,5-Grad-Politik und das Greenwashing von individueller Verantwortung als L\u00f6sung der Krise darstellt. Zudem verurteilen wir staatliche Gewalt gegen Klimaaktivist*innen, wie wir sie zuletzt zb in L\u00fctzerath gesehen haben, aufs sch\u00e4rfste. Klimagerechtigkeit kann nur durch eine sozio-\u00f6kologische Transformation erreicht werden, die in antikolonialen und antikapitalistischen Ans\u00e4tzen verwurzelt ist.<\/p>\n<p><strong>Gesundheit, Bildung, Selbstbestimmung, gleiche Rechtsstellung und Wohnen sind Grundrechte<\/strong><\/p>\n<p>Rassifizierte, gender-nonconforming und prekarisierte Menschen sind diejenigen, die in diesem kapitalistischen System mit der Losung Profite \u00fcber Menschen am meisten ums \u00dcberleben k\u00e4mpfen. Sei es im Gesundheitssystem, im Wohnungswesen, oder im Kontext von gleichem Zugang zu Rechten.<\/p>\n<p>Wir k\u00e4mpfen f\u00fcr ein kostenloses, unvoreingenommenes Gesundheitssystem f\u00fcr alle, weil das derzeitige System zur Prekarisierung und Marginalisierung von queeren, inter* und trans* Menschen beitr\u00e4gt. Sie erleben Gewalt und Diskriminierung, und der Zugang zu den ben\u00f6tigten Gesundheitsdiensten wird massiv erschwert, einschlie\u00dflich einer Therapie um die Auswirkungen der hetero-cis-endo-patriarchalen Gewalt, der wir t\u00e4glich ausgesetzt sind, zu verarbeiten. Wir brauchen ein kostenloses, vorurteilsloses Gesundheitssystem f\u00fcr ausnahmslos alle Menschen unabh\u00e4ngig von ihrer Geschlechtsidentit\u00e4t oder ihrer K\u00f6rper, weil es ein grundlegendes Menschenrecht ist.<\/p>\n<p>Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum und die von DW Enteignen angesto\u00dfene Rekommunalisierung von 240.000 Wohnungen in Berlin, denn Wohnen ist ein Grundrecht, und die Stadt und das Land haben die Ressourcen, den Platz und die Kapazit\u00e4ten, dies zu verwirklichen. Die Stadt hat sich laut und deutlich ge\u00e4u\u00dfert, aber die Landespolitik, die mit der Immobilienmafia unter einer Decke steckt, setzt demokratische Regeln f\u00fcr ihre eigenen Ziele au\u00dfer Kraft.<\/p>\n<p>Das bedeutet auch, dass wir Bildung f\u00fcr alle brauchen. Diese Bildung muss alle Geschlechtsidentit\u00e4ten gleicherma\u00dfen respektieren und die Erkundung und Entwicklung unserer Identit\u00e4ten und Sexualit\u00e4ten f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Grenzen t\u00f6ten \u2013 genauso wie die sog. Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rde und die migrationsfeindliche Politik von Nationalstaaten. Kein Mensch ist illegal, und alle Menschen haben das gleiche Recht, in W\u00fcrde zu leben. Wir werden weiter daf\u00fcr k\u00e4mpfen, Grenzregime abzuschaffen, Frontex und andere Grenzs\u00f6ldner*innen zur Rechenschaft zu ziehen und eine Migrationspolitik zu etablieren, die das Leben und Wohlergehen der Menschen in den Mittelpunkt stellt. Wir werden weiterhin f\u00fcr die Erleichterung des Zugangs zu legalem und dauerhaftem Aufenthalt in Deutschland und in der EU k\u00e4mpfen, f\u00fcr alle, die ihr Recht auf Freiz\u00fcgigkeit und Aufenthalt in Anspruch nehmen wollen, und f\u00fcr diejenigen, die auf der Suche nach \u00dcberleben und Sicherheit willk\u00fcrlich gezogenen Grenzen \u00fcberschreiten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Selbstbestimmung \u00fcber unsere K\u00f6rper und unsere Identit\u00e4ten ist eine der obersten Priorit\u00e4ten in unserem Kampf. Dies beinhaltet die Abschaffung aller Formen der Kriminalisierung und Stigmatisierung von Abtreibungen; freien und garantierten Zugang zu operativen oder hormonellen Angleichungen, die Menschen an ihrem K\u00f6rper vornehmen m\u00f6chten, um ihrem selbst empfundenen Geschlecht zu entsprechen \u2013 ohne jede Art von Einschr\u00e4nkungen und Pathologisierung; ein vollst\u00e4ndiges Verbot aller traumatisierenden Operationen an inter* K\u00f6rpern, die in den meisten F\u00e4llen ohne Zustimmung sehr fr\u00fch im Leben durchgef\u00fchrt werden; ein restauratives Modell der Gesundheitsversorgung f\u00fcr inter* Menschen, das die Entscheidung jedes Individuums in Bezug auf die eigene Geschlechtsidentit\u00e4t respektiert, das Informationen zu reproduktiven Optionen zur Verf\u00fcgung stellt, das hormonelle Unterst\u00fctzung anbietet, die inter* Menschen ein selbstbestimmtes Leben hinsichtlich ihrer K\u00f6rper und ihrer Geschlechtsidentit\u00e4t erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p><strong>Unser queerer Befreiungskampf ist tief verwurzelt in Antimilitarismus, Anti-Polizeiaktivismus und Antikriegsaktivismus!<\/strong><\/p>\n<p>Wir verurteilen entschieden jeden Krieg, jede imperialistische Invasion und jede neokoloniale Intervention. In diesem Kontext ist es wichtig, auch die deutsche und EU\/US-Waffenindustrie sowie deren politische und finanzielle Unterst\u00fctzung durch Steuergelder anzuprangern. Die von Deutschland exportierten Waffen, Milit\u00e4r- und \u00dcberwachungstechnologien werden von repressiven Regierungen und Diktaturen eingesetzt und sch\u00fcren B\u00fcrgerkriege in Westasien, in Afrika und Mittel-\/S\u00fcdamerika.<\/p>\n<p>Wir sind solidarisch mit politischen Gefangenen auf der ganzen Welt, mit all jenen, die unter Hausarrest standen oder stehen, und mit jenen, die wegen ihrer politischen \u00dcberzeugungen inhaftiert sind und gefoltert werden. Unsere Solidarit\u00e4t gilt insbesondere denjenigen, deren Queer-Sein eine wesentliche Rolle bei ihrer Verfolgung und Verurteilung gespielt hat.<\/p>\n<p>Als queere und trans* Menschen sind wir mit den gef\u00e4hrlichen Auswirkungen von Kontrolle und Polizei vertraut, da wir selbst Ziel polizeilicher Gewalt und der sozialen, medizinischen und wirtschaftlichen \u00dcberwachung unserer K\u00f6rper, Identit\u00e4ten und Ausdrucksformen sind. Wir wollen eine queere Welt ohne Kontrollen erschaffen, ohne bewaffnete Bullen in Uniform oder ohne soziale Kontrolle und Strafma\u00dfnahmen, die wir als Migrant*innen und rassifizierte Menschen t\u00e4glich in Deutschland erleben, auch in der sogenannten linken Szene.<\/p>\n<p>Wir brauchen eine Welt, in der unsere Liebe zur Freiheit, zur Gerechtigkeit, zu uns selbst und zueinander die treibende Kraft ist. Eine Welt, in der wir uns aus einer Position der kollektiven Wertsch\u00e4tzung heraus gegenseitig aufmerksam machen und sowohl aus unseren Fehlern als auch voneinander lernen.<\/p>\n<p><strong>Keine*r von uns ist frei, solange wir nicht alle frei sind!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\ud83d\udca5Samstag 22.07.2023\ud83d\udca5 wir berichten am Samstag #b2207\u00a0ab 17:00 Uhr\u00a0von der Demonstration \ud83d\udd25THE INTERNATIONALIST QUEER PRIDE FOR LIBERATION!\ud83d\udd25 Samstag, 22.07.2023 | 17:00 Uhr | Hermannplatz 10967 Berlin Anreise: U7, U8, Bus M29, M41, 171, 194 Hermannplatz Web-Ticker:\u00a0https:\/\/berlin.demoticker.org Mastodon:\u00a0@Demo_Ticker_Berlin@todon.eu Telegram Ticker:\u00a0https:\/\/t.me\/demotickerberlin \u26a0\ufe0fTelegram Ticker English:\u00a0Offline! \u26a0\ufe0fTwitter Ticker:\u00a0Offline! 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