KEIN RAMMSTEIN IN BERLIN! Vor Gericht statt auf die Bühne! (15.07.2023)

💥Samstag 15.07.2023💥

wir berichten am Samstag #b1507 ab 14:30 Uhr von der Demonstration

🔥KEIN RAMMSTEIN IN BERLIN! Vor Gericht statt auf die Bühne!🔥

Anreise: U2, Bus 143, 218, 349, X34, X49 Theodor-Heuss-PlatzS41, S42, S45, S46 Messe Nord / ICC (Witzleben)

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🗺️ Voraussichtliche Route:

  • Theodor-Heuss-Platz
  • Reichsstraße
  • Olympische Straße
  • Olympiaplatz (Parkplatz vor dem Haupteingang mit Blick auf das Besucherzentrum)

Am 15.07. spielt Rammstein das erste von insgesamt drei ausverkauften Konzerten im Olympiastadion. Es werden also insgesamt 225.000 Menschen diese Band feiern und bejubeln. Eine Band, deren Frontsänger und Aushängeschild Till Lindemann ist. Till Lindemann – ein Mann dem diverse Frauen Missbrauch und körperliche Misshandlung vorwerfen.

Die Vorwürfe von den betroffenen Frauen zeichnen ein Bild von systematischem Machtmissbrauch und sexueller Gewalt. Doch es geht nicht nur um Till Lindemann als mutmaßlich gewaltausübende Person. Es geht, um die misogyne, von Männern dominierte Musikindustrie, welche Frauen mutwillig ausnutzt und als reine Sexobjekte sieht.

Wir können diese Konzerte nicht wortlos hinnehmen!

Lasst uns gemeinsam am 15.07.2023 auf die Straße gehen. Lasst uns gemeinsam laut sein und unsere Wut herausschreien – in Solidarität mit den Betroffenen und gegen Till Lindemann. Till Lindemann darf sich in Berlin nicht von hunderttausenden feiern lassen.

Wir zeigen der Welt, dass Rammstein in Berlin nicht erwünscht ist!


On 15.07. Rammstein will play the first of a total of three sold-out concerts at the Olympiastadion. So a total of 225,000 people will celebrate and cheer this band. A band whose lead singer and figurehead is Till Lindemann. Till Lindemann – a man whom various women accuse of abuse and physical mistreatment.

The accusations from the women concerned paint a picture of systematic abuse of power and sexual violence. But it is not only about Till Lindemann as the alleged perpetrator of violence. It is about the misogynistic male-dominated music industry, which wantonly exploits women and sees them as mere sex objects.

We cannot accept these concerts without a word!

Let’s take to the streets together on 15.07.2023. Let’s be loud together and shout out our anger – in solidarity with those affected and against Till Lindemann. Till Lindemann must not let himself be celebrated by hundreds of thousands in Berlin.

We will show the world that Rammstein is not wanted in Berlin!

Nach den Rechten schauen! Antifaschismus in Marzahn Hellersdorf stärken! (08.07.2023)

💥Samstag 08.07.2023💥

wir berichten am Samstag #b0807 ab 20:00 Uhr von der Demonstration

🔥Nach den Rechten schauen!🔥
🔥Antifaschismus in Marzahn Hellersdorf stärken!🔥

Samstag, 08.07.2023 | 20:00 Uhr | Cecilienplatz 12619 Berlin

Anreise: U5, Bus 191, 197, 269, 291 Kaulsdorf-Nord

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🗺️ Voraussichtliche Route:

  • Cecillienplatz
  • Lily-Braun-Straße
  • Erich-Kestner-Straße
  • Maxie-Wander-Straße
  • Etka-Andre-Straße
  • John-Heart-Straße
  • Carola-Nehr-Straße
  • Klingenthaler-Straße
  • Schule am Rosenheim (Zwischenkundgebung)
  • Glaucher Straße
  • Nossener Straße
  • Hermsdorfer Straße
  • Jenaer Straße
  • Rasier Straße
  • Alice-Salomon-Platz

Das @oatmahe, die @japmahe und weitere Antifaschist*innen rufen dazu auf am 8. Juli zusammen unter dem Motto „Nach den Rechten schauen – Antifaschismus in Marzahn-Hellersdorf stärken“ auf die Straße gehen.

Denn viel zu lange ist unser Bezirk eine Wohlfühlzone für Neonazis gewesen.

Am 8.7.2022, genau 1 Jahr vor unserer Demo, trauten sich 13 loste Faschos vom „III. Weg“ vor dem alternativen Jugendzentrum La Casa aufzutauchen.

Sie scheiterten beim kläglichen Versuch Antifas einzuschüchtern.

Doch auch wenn sie zurückgedrängt wurden, ist der Kampf nicht vorbei:

In Marzahn-Hellersdorf traut sich der III. Weg im Berliner Vergleich am meisten seinen braunen Scheiß auf die Straße zu rotzen. Hier verteilen die organisierten Neonazis fast täglich ihre faschistische Propaganda in Form von Plakaten, Stickern und schlecht geschriebenen Flyern.

Wahlweise sprühen sie auch ranzige Graffitis für ihre peinliche Präsenz im Internet.

Das alles zeigt, dass die Neonazis denken, dass sie sich im Bezirk ungestört ausbreiten können.

Wir haben kein Bock mehr, dass sich Nazis hier im Randbezirk eine Wohlfühlzone aufbauen. 

Lasst uns den Sumpf der braunen Lappen ein für alle mal trockenlegen!

Kommt am 08.07.23 mit uns nach Hellersdorf-Ost.

Unsere Demo beginnt 20Uhr am Cecillienplatz, direkt am U Kaulsdorf-Nord.

Es gibt keine ruhigen Randbezirke! Wir dulden keine Homezone für Nazis!

Macron ist nicht willkommen! (02.07.2023)

💥Sonntag 02.07.2023💥

wir berichten am Sonntag #b0207 ab 15:00 Uhr von der Demonstration

🔥Macron ist nicht willkommen!🔥

Sonntag, 02.07.2023 | 15:00 Uhr | Pariser Platz 10117 Berlin
Anreise: U5, S1, S2, S25, S26 Bus 100 Brandenburger Tor

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📣 Aufruf…

*** English below / Français en bas ***


Macron ist nicht willkommen!

Seit Januar werden in Frankreich intensiv soziale Kämpfe geführt, um auf den Gesetzesentwurf von Präsident Macron zur Rentenreform zu reagieren, der eine deutliche Beschneidung von Rechten der Arbeitnehmenden darstellt. Nach zahlreichen Tagen sozialer Mobilisierungen und Streiks wurde das Gesetz schließlich ohne Einbeziehung der zahlreichen Betroffenen verabschiedet. Die Wut darüber ist in Frankreich nach wie vor ungebrochen, wobei die sozialen Forderungen sogar noch weit über die bloße Rücknahme der Reform hinaus gehen, die den zentralen Kern der Gesetzesnovellierung ausmacht und damit einen ausgesprochen emanzipatorischen Beiklang haben. Die arbeitende und von der Reform direkt betroffene Klasse bleibt nach wie vor kämpferisch und zeigt sich mitunter kreativ in ihrem Ausdruck der Ablehnung, wenn sie die amtlichen Reisen des Präsidenten und der französischen Regierungsmitglieder stets mit einem akustischen Widerspruch in Form von sogenannten „Topfkonzerten“ lautstark begleitet.

Die Politik Macrons führte auch im Hinblick seiner eigenen Person zu einer Polarisierung, die in ihrer Symbolik manchen Betrachtenden gar an historisch missliebige Figuren wie Louis XVI erinnern lässt, wenn sich die geballte Wut einer breiten Bevölkerungsschicht gegenüber den herrschenden Akteuren artikuliert. Erspart uns die Polemik und Kritik an einer neoliberalen Figur wie die eines Herren Macrons freilich nicht die tiefere Analyse des Kapitalismus und dessen Verknüpfung mit der real existierenden Politik Frankreichs, so lassen wir es uns natürlich nicht nehmen, ihm einen angemessenen Empfang zu bereiten, wenn er vom 02. – 04. Juli in Berlin gastiert.

Lasst uns an diesen Tagen zusammenkommen, um den Machthabenden gehörig die Ohren langzuziehen und für eine „Solidarié internationale“ zu streiten, die der französische Arbeiter:innenklasse mehr als zusteht.

Wir sehen uns am 02.07. um 15:00 Uhr an der französischen Botschaft,
À plus tard, camarades !


Macron is not welcome!

Since January, social struggles have erupted in France in reaction to President Macron’s pension reform bill. After many days of social mobilizations and strikes, the law was finally enacted in defiance of all workers, who are entirely opposed to it. Since then, anger in France has not waned, and social demands are much broader than simply repealing the reform, even though this is essential and still widely demanded.
For several weeks now, every visit by the President and his ministers has been joyfully accompanied by the sound of pots and pans, to show that we will never resign ourselves to the contempt and injustice imposed by the ruling class. Macron has become the embodiment of the contempt and violence of the bourgeois class.

But our fight must go beyond the symbolism of Louis XVI, and bear in mind that Macron, like his predecessors, is nothing but the servant of the capitalists. We need to bring down capitalism at its roots, and to do that we need to build counter-powers (unions, associations, local struggles) to reverse the balance of power in favor of workers. Strengthening the right to strike is a strategic priority for defending and winning our rights. There are no rights without strikes! This is the theme of the “Recht auf Streik” campaign, which aims to strengthen this right in Germany, and thus the power of our class.

Nevertheless, we won’t deny ourselves the pleasure of paying a visit to our dear President when he makes an appearance in Berlin from July 2 to 4. Let’s get together, break the ears of those in power, and bring solidarity and international struggle to life.

See you on 02/07 at 15:00 at the French Embassy,
À plus tard, camarades !


Macron n’est pas le bienvenu !

Depuis le mois de janvier, des luttes sociales ont éclaté en France en réaction au projet de loi de réforme des retraites prévu par le président Macron. Après de nombreuses journées de mobilisations sociales et de grève, la loi a finalement été promulguée au mépris de tou.te.s les travailleur.euses, qui y sont entièrement opposé.es. Depuis, la colère ne faiblit pas en France et les revendications sociales sont bien plus larges que la simple abrogation de la réforme, bien qu’elle soit essentielle et toujours majoritairement réclamée. Cela fait plusieurs semaines que tous les déplacement du président et de ses ministres sont joyeusement accompagnés de concerts de casseroles, afin de montrer que nous ne nous résignerons jamais face au mépris et à l’injustice imposés par cette classe dominante.

La figure de Macron s’attire toutes les rages du pays, et est devenue l’incarnation d’y mépris et de la violence de la classe bourgeoise.
Mais notre combat doit dépasser cette symbolique de Louis XVI, et garder à l’esprit que Macron, comme ses prédécesseurs, n’est que le serviteur des capitalistes. Il s’agit bien d’abattre le capitalisme à la racine et pour cela nous devons construire les contre pouvoirs (syndicats, associations, luttes locales) pour renverser le rapport de force en faveur des travailleureuses. Renforcer le droit de grève est une priorité stratégique pour défendre et conquérir nos droits. Il n’y a pas de droits sans grève ! C’est notamment le thème de la campagne «Recht auf Streik » qui vise à renforcer ce droit en Allemagne et donc le pouvoir de notre classe.

Néanmoins, nous ne nous priverons pas du plaisir de rendre visite à ce cher président lorsqu’il fera une apparition à Berlin du 2 au 4 juillet. Rassemblons-nous, cassons les oreilles du pouvoir et faisons vivre la solidarité et la lutte internationale.

Rendez-vous le 02.07 à 15h00 à l’ambassade de France,
À plus tard, camarades !

Keine Show für Täter – you will not silence us! (30.06.2023)

💥Freitag 30.06.2023💥

wir berichten am Freitag #b3006 ab 17:30 Uhr von der Kundgebung

🔥Keine Show für Täter – you will not silence us!🔥

Freitag, 30.06.2023 | 17:30 Uhr | Tamara-Danz-Straße 11 10243 Berlin

Anreise: Bus 300 Tamara-Danz-Straße | U1, U3, S3, S5, S7, S9, S75, Tram M10, Bus 347 Warschauer Straße

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Wieder berichten dutzende Menschen von Übergriffen und Gewalt, die sie erfahren mussten. Und wieder wird vor allem von „Unzulässiger Verdachtsberichterstattung“, „Cancel Culture“ und den Himmel verdunkelnden „Woke-Wolken“ gefaselt.

Das ist jawohl ein schlechter Scher(t)z!

Während ganze Artikel, in denen Betroffene von ihren schrecklichen Erfahrungen berichten, gerichtlich verboten und solidarische Einzelpersonen mundtot gemacht wurden und werden, erhalten Täter weiterhin die Bühnen der Welt.

Wieder dürfen sie vor tausenden von Menschen ihre Witze über sexualisierte Gewalt reißen, weiterhin rassistische, sowie sexistische Kommentare ablassen und die Vergewaltigungsfantasien ihres „lyrischen Ichs“ aufführen; es wäre ja „nur eine Rolle“. Unter dem Deckmantel der sogenannten künstlerischen Freiheit verbalisieren sie unbehelligt ihre Gewaltsehnsüchte – alles „nicht so gemeint“.

Wie oft noch müssen Menschen leiden, bis erkannt wird, dass diese Vorfälle System haben?

Wie viele müssen noch #metoo schreien?

Wie viele mutige Menschen, die auf diese entsetzlichen Zustände, die Dynamik hinweisen, werden noch zum Schweigen gebracht?

Und nicht nur die verblendeten Fans halten sich die Augen vor den Tatsachen zu, sondern auch der Staat, die Justiz und alle ihre Lakaien laufen weiterhin in Lemming-Formation.

Doch wir lassen uns den Protest nicht verbieten! Niemand kann den Mut und Willen der Menschen brechen, die weltweit für Gerechtigkeit kämpfen.

Unsere Wut kann nicht verboten werden!
⛓️ YOU WON’T SILENCE US ⛓️

Kommt zur Kundgebung am 30.06. um 17.30 Uhr (Tamara-Danz Straße 11) um diese Ungerechtigkeit nicht unbeantwortet zu lassen, tragen wir unsere Wut auf die Straße!

Against the Eu policies that murder migrants in the mediterranean sea! (25.06.2023)

💥Sonntag 25.06.2023💥

wir berichten am Sonntag #b2506 ab 18:00 Uhr von der Demonstration

🔥Against the Eu policies that murder migrants in the mediterranean sea!🔥

Sonntag, 25.06.2023 | 18:00 Uhr | Herrfurthplatz  12049 Berlin

Anreise: U8 Boddinstraße | Bus 166, M43 Herrfurthstraße

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🗺️ Voraussichtliche Route:

  • Herrfurthplatz
  • Werbellinstraße
  • Karl-Marx-Straße
  • Erkstraße
  • Sonnenallee
  • Pannierstraße
  • Glogauer Straße
  • Wiener Straße
  • Görlitzer Park

In den Morgenstunden des 14. Juni 2023 ist ein Schiff in der Nähe der griechischen Küstenstadt Pylos gesunken. An Bord waren über 700 Menschen. Nach Berichten von Überlebenden, war es die griechische Küstenwache und FRONTEX, die das Boot zum kentern brachte.
Mehr als 600 Menschen sind ums Leben gekommen. Frauen und Kinder waren im Bauch des Schiffes eingesperrt.

Diese Aufmerksamkeit deutscher Medien über das tägliche Morden an der Festung Europa gab es zuletzt 2013 aufgrund des Schiffbruchs vor Lampedusa. Seitdem sind über 27.000 Menschen auf ihrer Flucht im Mittelmeer ertrunken.

Diese Schiffsbrüche sind kein Unglück. Sie sind geplant, sie sind gewollt, sie werden mit Milliarden von der EU finanziert. Milliarden gehen an die Grenzschutzagentur Frontex. Milliarden gehen in Deals mit Staaten zur Finanzierung von Lagern, Abschiebungen und Folter oder in Überwachungstechnologien und Zäune.

Erst Anfang Juni einigten sich die europäischen Staaten auf eine Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) und damit auf eine brutale Verschärfung. Das Zusammenpferchen in überfüllten Lagern, das Verzögern und Verweigern von Asylverfahren und das Töten an den Grenzen ist Ausdruck eines post-kolonialen Systems, das auf Rassismus, Kriegen und Ausbeutung basiert.

Wir sind traurig, wütend und voller Hass auf ein System, für das tausende Menschen auf der Flucht nach Europa systematisch eingesperrt oder ermordet werden.

Wir sind mit unseren Gedanken, bei all denen, die den Schmerz um ihre Liebsten ertragen müssen.

Es gibt Verantwortliche für das tägliche Morden. Es klebt Blut an den Händen deutscher Politiker*innen, der Medien und der rechten Bewegungen in ganz Europa.

Say ist loud say it clear refugees are welcome here!
Die Festung Europa niederreißen!

Die Demo wird angemeldet sein.
Startpunkt: Herrfurthplatz | Neukölln | 18:00 | Sonntag 25. Juni

Bitte bringt ausgedruckte Redebeiträge mit und kommt damit zum Lastenfahrrad.

Seid laut und nehmt euch die Straßen!

Kundgebung zum UN-Welttag für die Beseitigung sexueller Gewalt in Konflikten (19.06.2023)

💥Montag 19.06.2023💥

wir berichten am Montag #b1906  ab 17:45 Uhr von der Kundgebung

🔥Kundgebung zum UN-Welttag für die Beseitigung sexueller Gewalt in Konflikten🔥

Montag, 19.06.2023 | 17:45 Uhr | Birkenstraße / Ecke Bremer Straße 10551 Berlin

Anreise: U9 Birkenstraße | S41, S42 Westhafen

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Am 19. Juni 2023 findet der Welttag für die Beseitigung sexueller Gewalt in Konflikten statt.

Er erinnert uns daran, dass sexuelle Gewalt eine abscheuliche Taktik des Krieges ist und dem Frieden im Weg steht.

Allerdings muss die UN als Zusammenschluss von Staaten mit teils kolonialer Vergangenheit und neokolonialer Gegenwart dabei kritisch hinterfragt werden: Was haben die UN Resolutionen (wie 1325) gegen sexuelle Gewalt gebracht? Wer wird oder wird nicht zur Rechenschaft gezogen?

Die AG „Trostfrauen“ und die Japanische Fraueninitiative Berlin setzen an diesem Tag gemeinsam mit verschiedenen Aktivisten*innen ein klares Zeichen gegen Krieg und sexuelle Gewalt und für Frieden und konsequente Aufarbeitung dieser Verbrechen. Angefragt sind u.a. Mitstreiter*innen aus der Ukraine, Syrien, Iran, Sudan, Afghanistan, den Philippinen und Äthiopien.

Gemeinsam möchten wir den 19. Juni als Gedenk- und Kampftag für die Beseitigung sexueller Gewalt in Konflikten nachhaltig in Moabit etablieren und von der Politik fordern, jegliche sexuelle Gewalkt in Konflikten zu verhindern. Denn diese Verbrechen verjähren nicht und gehen uns alle an.

Seid bei der Kundgebung an der Friedensstatue dabei!

Wann: 19.06.2023, 17:45-19:15 Uhr
Wo: Friedensstatue, Ecke Bremer Str./Birkenstr., Berlin-Moabit

Schaut nicht weg! Zusammen gegen rechte Kneipen und rassistische Gewalt! (17.06.2023)

💥Samstag 17.06.2023💥

wir berichten am Samstag #b1706  ab 15:00 Uhr von der Demonstration

🔥Schaut nicht weg! Zusammen gegen rechte Kneipen und rassistische Gewalt!🔥

Samstag, 17.06.2023 | 15:00 Uhr | Naugader Straße 1, 10365 Berlin

Anreise: S8, S41, S42, S85, Tram M4, Bus 158 Greifswalder Straße

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Samstag, 17.06.2023 | 15:00 Uhr | Naugader Straße 1, 10365 Berlin

Anreise: S8, S41, S42, S85, Tram M4, Bus 158 Greifswalder Straße

📣 Aufruf…

🗺️ Voraussichtliche Route:

  • Naugader Straße
  • Erich-Weinert-Straße
  • Greifswalder Straße / Thomas-Mann-Straße (Zwischenkundgebung)
  • Thomas-Mann-Straße
  • Pieskower Weg
  • Thomas-Mann-Straße
  • Greifswalder Straße / Thomas-Mann-Straße (Zwischenkundgebung)
  • Greifswalder Straße
  • Naugarder Straße

Schaut nicht weg! Zusammen gegen rechte Kneipen und rassistische Gewalt!

Prenzlauer Berg Ost, vor allem der Kiez um die Greifswalder Straße, hat bereits seit den 90ern ein (verstärktes) Problem mit Alltagsrassismus und Neonazis. Erst wenn im Kiez Rechte wieder zuschlagen, gerät mal wieder an die Öffentlichkeit, was hier seit Jahren (stattdessen „bereits lange“wg. dopplung seit jahren)unter der Oberfläche gärt: Nazischläger*innen greifen hier seit Jahren ungestört Leute ohne nenneswerte Konsequenzen an und verfügen mit Kneipen, wie der Arya Lounge oder Bierquelle, über etablierte soziale Treffpunkte. 

Die Kneipenszene im Kiez duldet die Rechten in ihren Bars und bietet ihnen damit Rückzugs- und Ausgangspunkte für Gewalttaten. Wenn die Polizei mal gerufen wird, kommt sie zu spät oder geht rechten Taten nur halbherzig und ungenau nach.

Bierquelle austrocknen!

Dieser untragbare Zustand wird auch dadurch begünstigt, dass in Kneipen wie der Bierquelle (Naugader Strasse 1) bei bester Feierlaune auch mal der Hitlergruß gezeigt wird, dies aber durch manche Mitarbeiter*innen der Bar herunter gespielt wird. Zum einen ist so ein Auftreten dort in manch einer Saufrunde schon völlig normalisiert und damit auch für Betreiber*innen und Personal normaler Kneipenalltag, zum anderen will mensch sich durch Hausverbote für Rassist*innen auch nicht die Kund*innenschaft verärgern.

Über dem Tresen der Bierquelle hängt eine Plakette in den Reichsfarben, auf der in Frakturbuchstaben „Stammtisch“ steht und ein Reichsadler zu sehen ist. Unliebsamme Gäst*innen werden hier schon mal mit den Worten „Hier wird AfD gewählt“ aus der Bierquelle geworfen – so geschehen mit einem Mitglied der Grünen im Februar diesen Jahres. Deutsche Gemütlichkeit und Gastfreundschaft wie sie im Buche steht.

Ariya Lounge dicht machen!

Über die Ariya Lounge, vor allem aber über deren Besitzerin, wurde in den letzten Monaten bereits öfter berichtet.

Die Betreiberin Jenny G. hatte im Februar 2022 zusammen mit weiteren Freund*innen und Kamerad*innen eine 17-Jährige am S-Bahnhof Greifswalder Straße angeriffen. Diese wurde von ihr dabei sexistisch als „Schla**e“ und rassistisch als „Kanac***vieh“ beschimpft. Vor Gericht gab sie an, dass sowas schließlich im Suff schon mal rausrutschen kann. Sie selbst könne schließlich keine Rassistin sei, da ihr Ariya Lounge-Geschäftspartner Kurde sei. Wer am Wochenende die Bar betritt, bekommt einen guten Eindruck davon wer Jenny G.s Gäst*innen und Freund*innen sind. Die Bar in der Erich-Weinert-Straße 150 ist seit 2018 etablierter Treffpunkt und Wohlfühloase gealterter Ü40/Ü50-Faschos. An Freitag- oder Samstagabenden wird hier gesoffen, der BFC Dynamo abgefeiet und auch mal nach herzenslust abgehitlert.

Kein Kiez, keine Kneipe für Rassist*innen!

Die Faschos in Prenzlauer Berg-Ost sind neben den vielen anderen Facetten des alltäglichen Rassismus eine konkrete Berohung für Menschen, die nicht in ihr mörderisches Weltbild passen. Wir werden diese Zustände nicht länger hinnehmen. Wir wollen ein Viertel, in dem die Leute keine Angst haben müssen, verschieden zu sein, und befürchten müssen, angegriffen zu werden – um das zu erreichen, brauchen wir euch!

Kommt darum am 17. Juni zur Demo, zu den Veranstaltungen und unserer Kundgebung mit Konzert am 30. September. Beteiligt euch an der „Schaut nicht weg!“-Kampagne!

Save the dates:

Wir machen weiter!

8. Juli Demo
Gegen den Dritten Weg in Marzahn/Hellersdorf (Org: OAT MaHe & JAP & Friends)

11./12. September Lesung: „Unter Nazis“ mit Jacob Springfeld (Org: Schaut nicht weg!)

16. September Demo
Gegen den Dritten Weg und seine Freude. 14:30 Uhr Antonplatz (Org: Kein Kiez für Nazis!-Bündnis)

30. September HipHop-Konzert und Kundgebung
14 bis 22 Uhr auf der Greiswalder Straße (Org: Schaut nicht weg!)

#NoRacistPolicies! Mut zu Antirassistischer Migrationspolitik! (15.06.2023)

💥Donnerstag 15.06.2023💥

wir berichten am Donnerstag #b1506  ab 17:30 Uhr von der Demonstration

🔥#NoRacistPolicies! Mut zu Antirassistischer Migrationspolitik!🔥

Donnerstag, 15.07.2023 | 17:30 Uhr | Willy-Brandt-Straße 1 10557 Berlin

Anreise: U5 Bundestag | Bus 100 Platz der Republik | S3, S7, S9, Tram M5, M8, M10, Bus 120, 123, 142, 147, 245, M10, M41, M85 Berlin Hauptbahnhof (Ausgang Washingtonplatz)

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📣Aufruf…

🗺️ Voraussichtliche Route:

  • Willy-Brandt-Straße 1
  • Otto-von-Bismarck-Allee
  • Konrad-Adenauer-Straße
  • Kronprinzenbrücke
  • Kapelle-Ufer
  • Hugo-Preuß-Brücke
  • Friedrich-List-Ufer
  • Washingtonplatz (ZK)
  • Rahel-Hirsch-Straße
  • Alt-Moabit
  • Alt-Moabit 140

Vom 14.6.2023 bis zum 16.6.2023 findet in Berlin die IMK statt. Bei diesem Treffen entscheiden Minister:innen und Senator:innen über das Leben, die Perspektive und Zukunft von Menschen, die nicht mit am Tisch sitzen, um für sich und ihre Situation zu sprechen.

Nach wie vor setzt die deutsche Politik gegenüber Geflüchteten vor allem auf Abschreckung. Die alltäglichen Konsequenzen für Geflüchtete sind ein Leben in Massenunterkünften, Arbeitsverbote, Abschiebungen, rassistische Polizeigewalt und gesellschaftlicher Ausschluss.

Wir fordern einen echten Kurswechsel. Dafür brauchen wir EUCH:

Kommt zur Demonstration anlässlich der Innenminister:innenkonferenz in Berlin!


Bleiberecht statt Abschiebung!

In Deutschland leben Zehntausende Menschen mit einer Duldung, viele mit einem Arbeitsverbot. Duldungen und Arbeitsverbote führen zu Ausschlüssen aus der Gesellschaft und der Zugang zu Bildung wird verwehrt. Dies führt oft zu starker psychischer Belastung. Hinzu kommt die, auch aufgrund der ständigen Angst vor einer Abschiebung. Trotz der bekannten schwerwiegenden Folgen dieser häufig jahrelangen prekären Situation setzt Deutschland weiterhin auf Restriktionen statt auf weitreichende Bleiberechtsregelungen. Das neue Chancenaufenthaltsrecht ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber lange nicht genug. Ob jemand ein Bleiberecht erhält oder nicht, entscheidet häufig die Willkür einer Behörde oder die eines:er Sachbearbeiters:in.

Wir fordern einen sofortigen Abschiebestopp und Bleiberecht für alle!


Wohnungen statt Lager!

Noch immer werden geflüchtete Menschen größtenteils gezwungen, in Massenunterkünften zu leben, oft jahrelang, auf engstem Raum. Dies ist vor allem für Kinder und Jugendliche sehr belastend. Fehlende Ruhe, fehlende Privatssphäre, Besuchsverbote, Security am Eingang – all das isoliert, stigmatisiert und entmenschlicht.

Daher fordern wir den Zugang zum privaten Wohnen für alle Geflüchteten ab dem ersten Tag ihrer Ankunft.


Sicherheit für alle statt rassistischer Polizeigewalt!

Immer wieder werden Fälle von rassistischer Polizeigewalt gegen Geflüchtete öffentlich. Dies ist jedoch nur die Spitze des Eisberges. Racial Profiling, Kriminalisierung und Polizeigewalt bei Abschiebungen sind ein Normalzustand in Deutschland, auch vor den Augen von Kindern. In Unterkünften arbeiten oft viel mehr Securitymitarbeitende als Sozialarbeiter:innen.

Wir fordern statt den stetigen finanziellen Aufstockungen und Kompetenzerweiterungen von Polizei und Securitydiensten eine langfristige Umlage der Finanzen auf u.a. Soziale Arbeit, sozialen Wohnungsbau und Jugendarbeit. Außerdem benötigen wir eine unabhängige Aufarbeitung der rassistischen Strukturen innerhalb der Polizei.

Denn eine polizeiliche Bearbeitung sozialer und gesellschaftlicher Probleme hat nicht funktioniert und wird nicht funktionieren.

Sichere Fluchtwege statt selektiver Aufnahme!

Täglich sterben Menschen während ihrer Flucht nach Europa. Noch immer gibt es kaum Möglichkeiten für Schutzsuchende sicher nach Deutschland zu gelangen. Ein Weg sind Landes- und Bundesaufnahmeprogramme. Jedoch sind die Hürden dabei sehr hoch und die Wartezeiten sehr lang. Außerdem kann nur ein ganz geringer Teil gefährdeter Personen von den Programmen profitieren.

Wir fordern sichere Fluchtwege nach Europa statt selektiver Auslese und langer Prozeduren für nur wenige Menschen.

Hierfür muss sich Deutschland auch auf EU-Ebene einsetzen.


Teilhabe statt gesellschaftlichen Ausschlusses!

Geflüchtete werden als Menschen 2. Klasse behandelt. Dies zieht sich durch alle gesellschaftlichen Bereiche. So finden Diskriminierungen und Rassismus nicht nur seitens Behörden und Polizei statt, sondern auch in Bildungseinrichtungen, bei der Gesundheitsversorgung, auf dem Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt, in der Öffentlichkeit und vielen anderen Bereichen. Rassismus und Diskriminierung fördern gesellschaftlichen Ausschluss statt Teilhabe.

Deutschland braucht Mut zu antirassistischer Migrationspolitik von Bund und Ländern, die der old-school-Politik der Abschreckung den Rücken zukehrt und Migration als die Chance für vielfältige Gesellschaften begreift, die sie ist.

Internationaler Hurentag – ZWANGS-REGISTRIERUNG ABSCHAFFEN! (03.06.2023)

💥Samstag 03.06.2023💥

wir berichten am Samstag #b0306  ab 16:00 Uhr von der Demonstration

🔥Internationaler Hurentag – ZWANGS-REGISTRIERUNG ABSCHAFFEN!🔥

Samstag, 03.06.2023 | 16:00 Uhr | Nollendorfplatz 10777 Berlin

Anreise: U1, U2, U3, U4, Bus 106, 187, M19 Nollendorfplatz

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🗺️ Voraussichtliche Route:

  • Nollendorfplatz /Maaßenstraße
  • Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße
  • Kurfürstenstraße
  • Frobenstraße
  • Winterfedtstraße
  • Potsdamer Straße
  • Vorbergstraße
  • Belziger Straße
  • Martin-Luther-Straße
  • Freiherr-vom-Stein-Straße
  • Rudolph-Wilde-Park

ZWANGS-REGISTRIERUNG ABSCHAFFEN!

Wir kommen in diesem Jahr zum Internationalen Hurentag zusammen, um die Welt daran zu erinnern, dass SEXARBEITER*INNEN DIE KANARIENVÖGEL IM  KOHLESCHACHT sind.

Seit wir uns erinnern können, dienen Sexarbeiter*innen als Warnruf für gesellschaftliche Gefahren. Wir sind die Vorhut. Wir rufen von unten herauf, wenn die Bedingungen gefährlich sind, um die anderen vor Gefahren zu warnen. Wir werden weiterhin zu Versuchsobjekten für zunehmende staatliche Vorschriften und Kontrolle sowie für tödliche, hurenfeindliche Stigmatisierung gemacht. Man setzt uns unerträglichen Bedingungen aus und erwartet, dass wir überleben. Wir werden das nicht länger hinnehmen.

Schon unsere Sichtbarkeit macht uns zur Zielscheibe. Es macht Leute wütend, Sexarbeiter*innen in der Öffentlichkeit zu sehen. Denn indem wir offen und sichtbar die Kontrolle über unseren eigenen Körper und unsere Sexualität übernehmen, untergraben und bedrohen wir das Patriarchat.

Politiker*innen sagen uns, dass unsere unbequeme, tolle, aufrüttelnde, deviante und aufmüpfige Community zu unserem eigenen „Schutz“ unter strenger staatlicher Kontrolle stehen „muss“.

Aber wer wird durch das derzeitige Prostitutierten „Schutz“ Gesetz (ProstSchG) geschützt?

  • NICHT unsere Geschwister, die auf der Straße arbeiten, während die Polizei nicht auf Messerattacken und Überfälle reagiert.
  • NICHT die Kolleg*innen, die 50% ihres Umsatzes an den Betreiber ihres staatlich regulierten Bordells abgeben.
  • NICHT der Kollege, dessen Bankkonto plötzlich von der Berliner Sparkasse gesperrt wird, weil sein Job neben Tätigkeiten im Glücksspiel und Unternehmen, die in der Vergangenheit die Umwelt zerstört haben, auf einer Liste „schädlicher Berufe“ zu finden ist.

„Aber Sexarbeit ist doch legal“, sagen uns manche, „also kann es doch nicht so schlimm sein“.

Die Stigmatisierung von Sexarbeiter*innen ist jedoch nach wie vor so virulent, dass die Regierung die Evaluierung des ProstSchG dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KfN) übertragen hat. Werden wir immer noch als Kriminelle betrachtet? So fühlt es sich jedenfalls an. Den Hurenpass zu tragen, ist wie mit einem scharlachroten Buchstaben gebrandmarkt zu sein: Es fühlt sich an wie eine Bestrafung, obwohl wir nichts Falsches getan haben.

Nach 3 Jahren Forschung wird der Bericht des KfN KEINE politischen Empfehlungen beinhalten. Das ist für uns in Ordnung. Das KfN ist nicht qualifiziert, uns zu sagen, wie unser Leben und unser Körper geregelt werden sollten. Sexarbeiter*innen sind die einzigen Experten*innen für ihr eigenes (Über-)Leben.

Als eine äußerst intersektionale Community haben wir persönliche Erfahrungen – und damit Einblicke – in so ziemlich jede Ungerechtigkeit und Ungleichheit, die man sich vorstellen kann. Ausgehend von unseren eigenen Erfahrungen als Sexarbeiter*innen haben wir vier Forderungen, die die institutionelle Gewalt, die wir derzeit erfahren, dauerhaft verringern sowie die Existenzgrundlage von Sexarbeiter*innen sichern und eine lebenswerte Zukunft für uns und unsere Communities und Familien schaffen werden:

  1. Wir fordern das Ende der Zwangsregistrierung für Sexarbeiter*innen in Deutschland.
  2. Wir fordern das KfN auf, bei der Evaluation des ProstSchG die Stimmen von Sexarbeiter*innen mit unserem breiten Erfahrungsspektrum sowohl in der Erhebungsphase als auch der Auswertungsphase umfassend einzubeziehen. Wir fordern, dass die Regierung nach Veröffentlichung der Evaluation Sexarbeiter*innen in die Entwicklung von Gesetzesreformen auf Augenhöhe einbindet.
  3. Wir fordern, dass die Berliner Sparkasse und andere Banken aufhören, eine Politik zu verfolgen, die Sexarbeiter*innen aufgrund ihres Berufes diskriminiert.
  4. Wir fordern, dass die zuständigen Polizeidezernate Angriffe auf Sexarbeiter*innen ernst nehmen. Wir fordern, dass die Schöneberger Polizei und  Bezirksverwaltung – sowie die Berliner Regierung im Allgemeinen – die Handlungsempfehlungen des Runden Tisches Sexarbeit mit einem Fokus auf Gewaltprävention im Bereich der Straßensexarbeit umfassend umsetzen.

Heute sind wir laut, um aufzuzeigen, dass wir eine noch emanzipatorischere Zukunft für alle schaffen können, wenn wir die Erfahrungen von Sexarbeiter*innen in den Mittelpunkt unseres gemeinsamen Strebens nach Befreiung stellen.

Wir sind die Vorhut, und als solche weigern wir uns, weiterhin zuzulassen, dass uns, unseren Communities und euch Schaden zugefügt wird.

  • Hurenrechte sind Rechte von Queers.
  • Hurenrechte sind BIPoC-Rechte.
  • Hurenrechte sind Migrant*innenrechte.
  • Hurenrechte sind Behindertenrechte.
  • Hurenrechte sind Trans*-Rechte.
  • Hurenrechte sind Arbeiter*innenrechte. ​​​​​​
  • Hurenrechte sind Menschenrechte.​​​​​​​​​

Hört genau auf unseren Ruf. Kämpft für die Hurenrechte, kämpft für uns alle.

Antifa Ost Verfahren – Demo am Tag der Urteilsverkündung! (31.05.2023)

💥Mittwoch 31.05.2023💥

wir berichten am Mittwoch #b3105 ab 17:30 Uhr von der Demonstration

🔥Antifa Ost Verfahren – Demo am Tag der Urteilsverkündung!🔥

Mittwoch, 31.05.2023 | 17:30 Uhr | Tempelhofer Damm 12, 12101 Berlin

Anreise: U6, Bus 248, M43 Platz der Luftbrücke

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🗺️ Voraussichtliche Route:

  • Tempelhofer Damm
  • Mehringdamm
  • Bergmannstraße
  • Zossener Straße
  • Gneisenaustraße
  • 👉🏾 Gneisenaustraße 2 👈🏾

Am 31.05.2023 nach fast zwei Jahren und knapp 100 Prozesstagen findet die Urteilsverkündung im Antifa Ost Verfahren statt. Wir nehmen uns an diesem Tag die Straße und machen unserer Wut auf die Repression Luft.

Kommt hierfür um 17:30 Uhr vor das LKA am Tempelhofer Damm 12.

Mit diesem Verfahren und dem einhergehenden §129 will der Staat ein Exempel statuieren. Wir werden uns nicht brechen lassen, wir stehen zusammen und begleiten alle Antifaschist*innen – ob im Knast oder auf der Flucht, ihr seid nicht allein! Das war und wird kein Sprint sondern ein Marathon.

In einer Zeit von florierenden Rechten, bewaffneten und organisierten Neonazis muss auch offensiver antifaschistischer Selbstschutz unsere Antwort sein und bleiben.

Lasst uns nicht müde werden uns in allen Formen solidarisch zu zeigen. Kommt auf die Straße und lasst uns zeigen was wir von der Kriminalisierung von Antifaschismus halten.

Gegen die staatliche Repression und für die Befreiung aller Gefangenen!

FREE LINA!

Am 03. Juni zu Tag X dann nach Leipzig – es wird auch eine Anreise aus Berlin geben!

Mehr Infos:​​​​​​​ www.soli-antifa-ost.org